„Eckelshausener Musiktage“ können auch dieses Jahr nicht stattfinden

Die Pandemie und weiterhin geltende Beschränkungen im Veranstaltungsbereich machen eine Durchführung der 32. Ausgabe des Kammermusikfestivals unmöglich.

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und nach wie vor erheblicher Einschränkungen im Kulturbereich sehen sich die Veranstalter der „Eckelshausener Musiktage“ auch in diesem Jahr zu einer Absage gezwungen. Mit Julius Berger, dem Künstlerischen Leiter des 1987 erstmals abgehaltenen Kammermusikfestivals, war für die Zeit vom 15. bis 23. Mai ein „Corona-taugliches“ Programm erarbeitet worden, das neben Konzerten vor reduziertem Publikum in großen Sälen wie dem Manfred Roth-Atrium (Buchenau) oder dem Glaspavillon Velte (Eckelshausen) auch mehrere Open-Air-Veranstaltungen vorgesehen hatte.

Zum Auftakt sollte das Kölner Kammerorchester (. Bild) mit dem Dirigenten Martynas Stakionis u.a. ein neues Werk der österreichischen Komponistin Manuela Kerer aus der Taufe heben, und für das festliche Abschlusskonzert hatte man das renommierte Frankfurter Instrumentalensemble „La Stagione“ eingeladen. Mit dem Blechbläserensemble „Brasserie“ war ein Kinderkonzert unter dem Motto „Die Bremer Stadtmusikanten … wie es wirklich war“ im Freien geplant. Als weiteres Highlight war die erste Live-Präsentation von Julius Bergers neuem Solo-Programm „Bach Frequencies 60 Puls 90“ geplant, das er während der Pandemie konzipiert und kürzlich auf CD veröffentlicht hat. Mit dem Medienpartner hr2 kultur war man bereits im Gespräch über Radiomitschnitte und Streamings.

„Die Dynamik der dritten Corona-Welle, der langsame Fortschritt der Impfkampagne und die Unklarheit darüber, unter welchen gesetzlichen Auflagen und praktischen Umständen Konzerte vor Publikum stattfinden können, verhindern nun auch die Durchführung dieses ohnehin auf ‚Corona-Bedingungen‘ zugeschnittenen Programms“, erklärt Mareile Zürcher, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Eckelshausener Musiktage. Neben dem unkalkulierbaren finanziellen Risiko sei auch die anhaltende Planungsunsicherheit ein Hauptgrund für die Absage. Die Veranstalter hoffen, ab der Pfingstzeit 2022 wieder zum zweijährlichen Rhythmus des Festivals zurückfinden zu können.